Unsere Website ist nicht für deine Browserversion optimiert.

Seite trotzdem ansehen

Zürcher Hochschulen im Fokus

10. November 2025 – Der Kantonsrat hat die Jahresberichte der Zürcher Hochschulen genehmigt – sowohl mit dem Bericht zu den Zürcher Fachhochschulen (ZHAW, ZHdK und PHZH) als auch mit demjenigen zur Universität Zürich. Beide Berichte zeigen eindrücklich, wie stark der Bildungs- und Forschungsstandort Zürich aufgestellt ist – aber auch, wo Handlungsbedarf besteht.

Zürcher Fachhochschulen
Folgende Punkte sind positiv hervorzuheben:
  • Die ZHAW hat nach rückläufigen Jahren ihre Studierendenzahlen stabilisiert und einen Jahresüberschuss von 2,6 Millionen Franken erzielt – ein Zeichen finanzieller Stärke und guter strategischer Führung.
  • Der Kulturwandel an der Tanz Akademie Zürich zeigt Wirkung: Nach schwierigen Jahren stehen Aufbruch, Verantwortung und Qualität wieder im Mittelpunkt.
Kritisch bleibt:
  • Die angespannte finanzielle Lage bei ZHdK und PHZH. Ihre Defizite und schmelzenden Reserven machen deutlich, dass die eingeleiteten Stabilisierungsprogramme rasch und konsequent umgesetzt werden müssen.
  • Die zunehmende Akademisierung an der ZHAW School of Management and Law widerspricht dem Fachhochschulauftrag. Forschung ist wichtig – aber der Praxisbezug muss das Fundament bleiben.
Universität Zürich
Folgende Punkte sind positiv hervorzuheben:
  • Der Frauenanteil bei den Professuren liegt erstmals über 30 Prozent – ein wichtiger Schritt in Richtung Chancengleichheit.
  • Die Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) zeigt konkrete Fortschritte in Forschung und Lehre und fördert die Zusammenarbeit zwischen Disziplinen.
Kritisch bleibt:
  • Die Finanzlage der Universität bleibt angespannt: Der Personalbestand wächst schneller als die Zahl der Studierenden, während die Reserven nahezu aufgebraucht sind. Hier braucht es Effizienz und eine Stärkung der Eigenkapitalbasis.
  • Zudem fordert die Mitte mehr Transparenz bei Drittmitteln, um die wissenschaftliche Unabhängigkeit zu sichern. Private Förderung ist willkommen – sie darf aber nie die Freiheit der Forschung gefährden.
Zürich verfügt über ein starkes und vielfältiges Hochschulsystem. Die Mitte setzt sich dafür ein, dass unsere Hochschulen finanziell solide, praxisnah und zukunftsorientiert bleiben – als Rückgrat eines innovativen und chancengerechten Bildungsstandorts.