Lehrpersonalgesetz: Gezielte Entlastung statt Giesskanne – Referendum wahrscheinlich
2. März 2026 – Heute fand die Schlussabstimmung zum revidierten Lehrpersonalgesetz statt. In der Debatte wurde nochmals ein Antrag der FDP eingebracht. Die Mitte hat diesen Antrag unterstützt, auch wenn wir durchaus eine weitergehende Entlastung der Klassenlehrpersonen gewünscht hätten, um ein Referendum zu verhindern. Der Antrag fand aber keine Mehrheit.
Unsere Haltung war von Beginn an klar: Es besteht Handlungsbedarf bei den Klassenlehrpersonen. Die Belastung insbesondere der Klassenlehrpersonen ist hoch, und eine gezielte Entlastung ist notwendig. Bereits bei der Gesetzesberatung im Januar haben wir deshalb eine weitergehende Entlastung mit 160 Stunden bei einem Lektionenfaktor von 58 Stunden beantragt – leider ohne Erfolg.
Eine generelle Erhöhung des Lektionenfaktors für alle Lehrpersonen hat die Mitte hingegen klar abgelehnt. Eine solche Massnahme funktioniert nach dem Giesskannenprinzip und die unterschiedlichen Belastungen innerhalb des Lehrkörpers werden damit nicht ausreichend berücksichtigt. Deshalb hat die Mitte auch den Antrag der Kommission mit einem Lektionenfaktor von 59 Stunden nicht unterstützt.
Die Mitte steht für gezielte Entlastung statt teurer Symbolpolitik, für Wirkung statt Giesskanne und für Verantwortung gegenüber der Schule, den Steuerzahlenden und kommenden Generationen.
Da der FDP-Antrag abgelehnt wurde, ist nun mit einem Referendum zu rechnen. Eine Abstimmung birgt die Gefahr einer emotional geführten Debatte und zusätzlicher Unsicherheit für die Schulen. Umso wichtiger ist es, dass wir sachlich bleiben und weiterhin konstruktive Lösungen für eine starke Volksschule im Kanton Zürich verfolgen.
