Die Mitte unterstütz Neubau der Berufsfachschule in Uetikon
13. April 2026 – Der Entscheid des Regierungsrats, den Bau der Berufsfachschule aufzuschieben und den Neubau der Aula sowie Mediathek zu streichen, stösst auf breite Kritik. Das ursprüngliche Projekt sah vor, die Berufsfachschule und das Gymnasium nebeneinander auf dem ehemaligen Chemieareal in Uetikon zu bauen.
Umstritten ist die vorgeschlagene Zwischenlösung mit einem provisorischen Umzug von Stäfa ins Gymi-Provisorium im Dorf. Projektanpassungen, mehrfache Umzüge, parallele Bauphasen und steigende Folgekosten werden Zusatzkosten verursachen statt Einsparungen.
Zudem gingen wichtige Synergien verloren, etwa bei gemeinsam genutzter Infrastruktur wie Mensa, Turnhallen oder Mediathek. Bereits heute leidet die Berufsfachschule in Stäfa unter unzureichender Schulinfrastruktur.
Das ursprüngliche Projekt kostete 278 Mio. Franken. Mit dem Streichen der Aula und Mediathek sowie dem Zurückstellen der Berufsfachschule wollte der Regierungsrat 45 Mio. Franken einsparen und beantragte daher einen Objektkredit von 233 Mio. Franken. Damit ist die Mitte nicht einverstanden und beantragte eine Krediterhöhung, damit die Berufsschule, Aula und Mediathek wie geplant werden können.
Trotz hoher Kosten – unter anderem wegen Altlasten und Denkmalschutz – gilt das Projekt als weit fortgeschritten und bildungspolitisch notwendig. Im Kern steht die Frage, ob kurzfristig gespart oder langfristig in die Bildung investiert werden soll.
Eine Mehrheit des Kantonsrates unterstütze den erhöhten Objektkredit. Sie sieht darin eine Investition in die Bildung unserer Jugendlichen.
