Breite Allianz fordert rasche Einführung eines systematischen Brustkrebsscreenings im Kanton Zürich
9. September 2025 – Heute haben Vertreterinnen und Vertreter von SP, FDP, GLP, Grünen, AL und der Mitte im Zürcher Kantonsrat eine Motion eingereicht. Sie beauftragt den Regierungsrat, die gesetzlichen Grundlagen für ein kantonales Brustkrebsscreening zu schaffen und das Programm rasch einzuführen.
Brustkrebs: Früherkennung rettet Leben
Brustkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in der Schweiz: 6500 Frauen erkranken jährlich, 1400 sterben daran. Mehr als jede neunte Frau ist im Laufe ihres Lebens betroffen. Die wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig: Systematische Screenings ermöglichen eine frühere Entdeckung, schonendere Therapien, eine bessere Lebensqualität und tiefere Behandlungskosten. Aktuelle Schweizer Studien bestätigen diesen Nutzen klar.
Jetzt handeln statt weiter verzögern
Die Motionärinnen begrüssen zwar, dass mit der Totalrevision des Gesundheitsgesetzes Präventionsprogramme ermöglicht werden sollen. Doch das reicht nicht: Ein breit zugängliches Screeningprogramm muss jetzt eingeführt werden. „Angesichts der klaren wissenschaftlichen Evidenz und der positiven Erfahrungen anderer Kantone ist ein Pilotprojekt in Zürich überflüssig. Es kostet nur Zeit und Geld – Zeit, die für betroffene Frauen entscheidend sein kann“, sagt Nicola Yuste (SP, Zürich), Erstunterzeichnerin der Motion.
Verantwortung des bevölkerungsreichsten Kantons
Zürich trägt als grösster Kanton eine besondere Verantwortung. Der Nutzen ist erwiesen, die Kosten überschaubar und werden grösstenteils von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung getragen. Entscheidend ist, dass Frauen zwischen 50 und 69 Jahren regelmässig und strukturiert Zugang zu dieser lebensrettenden Vorsorge erhalten – so wie in den meisten anderen Kantonen bereits üblich.
