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Langzeitgymnasium

23. Juni 2025 – Eine Motion zur Abschaffung des Langzeitgymnasiums wurde heute nicht überwiesen. Auch die Mitte hat die Motion nicht unterstützt.

Das Langzeitgymnasium bietet leistungsstarken Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten frühzeitig und intensiv zu fördern. Eine Abschaffung kann dazu führen, dass besonders begabte Kinder unterfordert sind und sie ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen können. Der Mitte ist ein breites Bildungsangebot wichtig, in welchem auch starke Schülerinnen und Schüler gefördert werden.
Die Abschaffung des Langzeitgymnasiums würde die Vielfalt im Bildungssystem des Kantons Zürich einschränken. Die Schweiz hat traditionellerweise ein durchlässiges Bildungssystem, es gibt viele Möglichkeiten und auch nach einer Lehre kann noch die Matur nachgeholt werden.
Es ist blauäugig zu glauben, dass eine spätere Selektion mehr Chancengerechtigkeit ergibt. Wenn wir echte Chancengerechtigkeit wollen, dann müssen wir in die frühe Kindheit investieren. Das wäre eine wichtige Massnahme.
Mit der Verlagerung in die 2. Sek wird der Druck nicht abnehmen. Die Belastung in der Oberstufe nicht zu unterschätzen, da die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig noch im Berufswahlprozess stehen.
Die Alternative zwischen Lang- und Kurzgymnasium ermöglicht es zudem, den unterschiedlichen Entwicklungsverläufen der Schülerinnen und Schüler Rechnung zu tragen.
Auch für die Gemeinden würde die Abschaffung des Langzeitgymnasiums eine Mehrbelastung bedeuten, denn sie müssten zusätzlichen Schulraum zur Verfügung stellen, was für viele Gemeinden heute schon eine Herausforderung wäre.